KIK gegen Häusliche Gewalt

Das Kooperations- und Interventionskonzept (KIK) gegen häusliche Gewalt des Landes Schleswig-Holstein wurde 1999 entwickelt und hat die wirkungsvolle Intervention in Fällen häuslicher Gewalt zum Ziel. Durch eine gute Zusammenarbeit aller mit häuslicher Gewalt befassten Institutionen sollen Handlungsschritte und Hilfsangebote koordiniert und weiterentwickelt werden, um einen größeren Schutz für die Opfer und klares Handeln gegenüber TäterInnen zu erreichen.

Mit dem Ziel eine bestehende Gewaltdynamik zu unterbrechen und die Gewalt zu beendigen, soll sowohl den Opfern als auch den TäterInnen der Zugang zu Hilfsmöglichkeiten erleichtert werden.

KIK wird in Schleswig-Holstein flächendeckend in 11 Kreisen und 4 kreisfreien Städten umgesetzt. Regionale KIK-Koordinatorinnen haben als Basis einer tragfähigen Zusammenarbeit örtliche "Runde-Tische“ zur Vernetzung aller beteiligten Einrichtungen und Institutionen eingerichtet. Dazu gehören beispielsweise VertreterInnen der Polizei, Staatsanwaltschaft, der Gerichte, Jugend- und Sozialämter, Frauenhäuser, Frauennotrufe und Frauenberatungsstellen, MitarbeiterInnen örtlicher Beratungsstellen, des Gesundheitswesens, der Täterarbeit sowie RechtsanwältInnen, uvam.

Die Aufgaben der regionalen KIK-Koordinatoren sind u.a.

  • Organisation und Durchführung der Runden Tische in regelmäßigen Abständen
  • Fachauskünfte über Interventionsmaßnahmen nach dem Gewaltschutzgesetz
  • Vermittlung von Informationen über örtliche Hilfseinrichtungen
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Fortbildung