Landesstiftung Opferschutz Schleswig-Holstein

Die Landesstiftung Opferschutz Schleswig-Holstein wurde im März 2009 errichtet. Ziel der Stiftung ist es, bestehende Lücken beim Opferschutz zu schließen. Durch einmalige finanzielle Zuwendungen bis max. 5.000 € hilft die Stiftung Opfern von Gewaltstraftaten und deren Angehörige, deren erlittene Schäden durch das Sozialsystem nicht oder nur teilweise ausgeglichen wurden. Die Unterstützung erfolgt als Ausgleich materieller Tatfolgen oder als Schmerzensgeldersatz. Darüber hinaus kann die Stiftung andere Opferschutz- und Opferhilfeorganisationen des Landes Schleswig-Holstein finanziell fördern und deren Hilfsangebote auf diesem Weg sinnvoll unterstützen.

Voraussetzungen:

  • die Tat muss innerhalb Schleswig-Holsteins erfolgt sein. Wurde die Tat außerhalb Schleswig-Holsteins begangen, kann eine Zahlung dann gewährt werden, wenn das Opfer zum Zeitpunkt der Tat in Schleswig-Holstein seinen gewöhnlichen und rechtmäßigen Aufenthalt hatte.
  • die Tat muss nach Errichtung der Stiftung (März 2009) erfolgt sein
  • In der Regel kann eine Zuwendung in der Regel nur gewährt werden, wenn der Täter wegen der Tat strafgerichtlich verurteilt worden ist. Die Stiftung kann Zuwendungen aber auch schon vorher gewähren, vor allem wenn ein Täter nicht ermittelt werden konnte oder flüchtig ist oder wenn mit dem Vorliegen einer strafgerichtlichen Entscheidung in zumutbarer Zeit nicht zu rechnen ist. An gerichtliche Feststellungen ist die Stiftung insoweit nicht gebunden.

Die Zuwendungen sollen als ergänzende Hilfe für die Opfer von Straftaten gewährt werden. Soweit:

  • kein gesetzlicher Leistungsanspruch besteht (z.B. nach dem Opferentschädigungsgesetz, aber auch gegenüber Krankenkassen, dem Sozialversicherungsträger u.s.w.),
  • nicht von anderen Opferhilfeeinrichtungen Hilfe geleistet wird,
  • kein eigenes Vermögen vorhanden oder einsetzbar ist und
  • Schadensersatzansprüche gegen den Täter oder Dritte nicht verwirklicht werden können,

kann die Landesstiftung durch eine Einmalzahlung die materiellen und immateriellen Tatfolgen ausgleichen helfen. Einzelheiten regeln die Zuwendungsrichtlinien der Stiftung.

Anträge auf Unterstützung können bei der Geschäftsstelle der Stiftung in Kiel, Zum Brook 4, gestellt werden. Die Beratungsstellen des LFSH sind bei der Antragstellung gern behilflich.

Weitere Informationen: www.stiftung-opferschutz-sh.de